Brandauslöser im Wohnbereich
Beinahe die Hälfte aller Brandfälle im deutschsprachigen Raum entfällt auf den privaten Bereich. Meistens werden die Bewohner im Schlaf überrascht und haben keine Chance, den Flammen zu entkommen.
Besonders gefährlich sind Schwelbrände, die sich stundenlang an versteckten Stellen entwickeln und erst erkannt werden, wenn es fast schon zu spät ist. Nicht nur in den Flammen, auch im Rauch verbirgt sich die Tücke eines Brandes: Ein Großteil der Menschen stirbt an einer Rauchgasvergiftung, das heißt, der Sauerstofftransport im Körper ist blockiert und die Menschen ersticken trotz normal funktionierender Atmung.
Die 3 großen Brandauslöser im Wohnbereich sind
- Wärmeenergie: Herde, Öfen, überhitztes Fett, Bügeleisen, Fernseher, Monitore und Videorekorder, die in Schränken eingebaut und/oder stark verstaubt sind, etc.
- offenes Feuer und Licht: Zigaretten, Kerzen, Duftlampen, Fondue etc.
- elektrische Energie: durch Kabelbrand, Beleuchtungen, Schaltkästen, Heimwerkerarbeiten wie z.B. Trennschleifen, Schweißen oder Löten.
Tipps zum richtigen Umgang mit Wärmeenergie und offenem Feuer
Durch die Beachtung von einigen einfachen Regeln beim Umgang mit Geräten, die Hitze entwickeln, kann in der Regel das Schlimmste vermieden werden.
- Kleider nicht auf Wärmegeräten trocknen. Besonders bei Heizlüftern kann es durch das Verdecken der Lüftungsschlitze zu einem Wärmestau kommen.
- Öfen und Rauchrohre müssen mindestens 0,5 m von brennbaren Materialien entfernt sein. Bei geschlossenen Kachelöfen sollte der Abstand mindestens 25 cm und bei offenen Kaminen mindestens 1 m betragen.
- Zum Anzünden von Festbrennstofföfen keine brennbaren Flüssigkeiten verwenden: Explosionsgefahr!
- Der richtige Umgang mit offenem Feuer: Offenes Feuer ist romantisch und gemütlich. In einem unbeaufsichtigten Moment kann es aber auch seine zerstörerische Kraft entfalten.
- Papierkörbe und Abfallkübel sind ein idealer Nährboden für Flammen. Zigarettenasche deshalb nie in Mülleimer oder gar Papierkörbe entleeren.
- Rauchen Sie nicht im Bett, denn dies kann tödlich enden.
- Die Asche aus dem Ofen immer erst am nächsten Tag entsorgen: Nur dann ist sicher, dass sie nicht mehr genug Wärme enthält, um Abfälle entzünden zu können.
- Brennende Kerzen und Petroleumlampen nie unbeaufsichtigt herumstehen lassen, und schon gar nicht in der Nähe von brennbaren Materialien. Am besten stehen sie auf einer nicht brennbaren, hitzefesten Unterlage.
- Streichhölzer und Feuerzeuge ziehen Kinder magisch an. Deshalb sollte man sie für die Kleinen unerreichbar aufbewahren.
- Putzmittel, Holzpflegemittel und ähnliche Flüssigkeiten sind oft sehr leicht entflammbar. Bevor sie zum Einsatz kommen, sollte die Gebrauchsanweisung daher genau gelesen werden.
Tipps zum Umgang mit elektrischer Energie
Elektrische Energie ist praktisch, hat aber auch ihre Tücken. Manchmal genügt ein Funke, um eine Katastrophe auszulösen.
- Achtung vor Kurzschlüssen: Elektrische Geräte stets ausstecken, d.h., Stecker rausziehen, wenn sie nicht benutzt werden. Defekte elektrische Geräte, Stecker und Schalter immer sofort von einem Fachmann reparieren lassen. Durch einen Kurzschluss entstehen Funken und Wärme, die zu Bränden führen können.
- Elektrische Geräte sollten nicht in der Nähe brennbarer Materialien – wie zum Beispiel
Vorhängen – stehen.
- Achten Sie darauf, dass rund um Ihr Fernsehgerät mindestens 5 cm Freiraum sind, so dass die Wärme, die das Gerät produziert, ungehindert abziehen kann.
