Tipps zum sicheren Schlittschuhlaufen
Bei tiefwinterlichen Temperaturen laden Tümpel, Teiche und Seen zum Schlittschuhlaufen ein. Doch Vorsicht: Oft reicht die Tragfähigkeit des Eises noch nicht aus, oder einsetzendes Tauwetter kann eine sichere Eisfläche in eine lebensgefährliche Unterlage verwandeln.
Bei Bacheinläufen und Randzonen ist besondere Vorsicht geboten – dies gilt auch für fließende Gewässer, die meist eine wesentlich dünnere Eisdecke aufweisen. Wie man auf zugefrorenen Gewässern gefahrlos Schlittschuh laufen kann, beschreiben die folgenden Hinweise.
Verhalten vor dem Betreten von Eisflächen
- Warntafeln beachten.
- Sperrzonen nicht betreten.
- Festigkeit der Eisfläche prüfen.
- Risse und Sprünge beachten.
- Nach Tauwetter besonders vorsichtig sein.
- Besser immer auf Natureislaufplätzen laufen, die dafür gekennzeichnet sind. Als Laie kann man die Tragfähigkeit des Eises nicht immer eindeutig feststellen, deshalb auf Hinweistafeln achten.
Sicheres Schlittschuhlaufen
- Bei der Wahl der Schlittschuhe soll darauf geachtet werden, dass der Schuh einen guten Halt bietet. Man sollte senkrecht auf den Kufen stehen, ohne nach innen oder außen zu kippen. Die Kufen sollten gut geschliffen sein, um ein besseres und sicheres Gleiten zu ermöglichen. Um den Schliff und die Kufen zu schützen, sollte man beim Gang zu und von der Eisfläche Schoner anlegen.
- Bremsbereit und dem eigenen Können angepasst laufen.
- Mit Rücksicht auf Langsamere und Anfänger laufen.
- Rechtzeitig und regelmäßig Pausen einlegen, um Übermüdung und unkonzentriertes Schlittschuhlaufen zu vermeiden.
- Die Regeln auf Schlittschuhbahnen beachten, immer in Fahrtrichtung laufen und nicht durch übermütige Aktionen andere Läufer gefährden.
- Es lohnt sich, Schlittschuhlaufen in einem Kurs zu lernen.
Schlittschuhlaufen auf Natureis
- Am besten nur auf Flächen laufen, die von den zuständigen Stellen freigegeben sind.
- Die Beurteilung der Tragefähigkeit einer Eisfläche kann schwierig sein. Am Randbereich erste Versuche unternehmen: Es darf bei Belastung keinerlei Bewegung erkennbar sein, beispielsweise Sprünge, Luftblasen oder gar Geräusche.
- Nie weiter als auf Rufdistanz zu anderen Eisläufern entfernen und dunkle Eisflächen, die auf dünnes Eis schließen lassen, meiden.
- Vorsicht bei Unterbrechungen im Eis, wie Bootsanlegestellen u.Ä.
- Natureis kann Sprünge, Unebenheiten, Brüche aufweisen, daher herrscht erhöhte Sturzgefahr.
Verhalten bei Unfällen durch Einbrechen in Eis
- Mit den Armen auf der Eisdecke Halt suchen!
- Eine Bergung nie ohne Seilsicherung oder Sicherung durch einen zweiten Helfer durchführen.
- Die Tragfähigkeit der Eisdecke prüfen.
- Auf breiter Unterlage sich liegend dem Eingebrochenen nähern.
Hilfsmittel verwenden wie Bretter, Leiter, Stangen, Seil, Kleidungsstück o.Ä. - Rettungskräfte alarmieren!
