Beruf & Finanzen

Darum kann Berufsunfähigkeit wirklich Jeden treffen

18. Juli 2020. Berufsunfähig – kein schönes Wort. Ein nüchternes Wort für doch oftmals drastische Lebensumstände. Wie ein Schlag ins Gesicht kann es einen wohl treffen oder auch wie ein erlösender Befund, wenn die Belastungen des Berufslebens schon lange zu viel sind. Wie das persönliche Schicksal auch aussehen mag, eines ist klar: Wer berufsunfähig ist, steht vor einer finanziellen Herausforderung. Erwiesenermaßen denken die meisten Menschen, dass sie nie berufsunfähig werden. Leider muss aber jeder Vierte (!) seinen Job vor Renteneintritt niederlegen. Warum das schwere Los der Berufsunfähigkeit wirklich jeden treffen kann, erklären wir hier:

 

Berufsunfähigkeit kennt kein Alter

Es ist schon so, dass die Gefahr, berufsunfähig zu werden, mit zunehmendem Alter steigt. Mehr als die Hälfte der Menschen, die berufsunfähig werden, sind zwischen 50 und 60 Jahren. Dennoch sind auch Berufsanfänger nicht vor Schicksalsschlägen gefeit. Immerhin 6% der Betroffenen werden vor dem 35. Lebensjahr berufsunfähig. Das Durchschnittsalter, in dem die Berufsunfähigkeit eintritt, beläuft sich dann gerade mal auf 47 Jahre (Männer 48/Frauen 46) – so der GDV. In dieser Phase des Lebens steht man letztlich noch mitten im Berufsleben.

Gefährliche Berufe?!

Manche Tätigkeiten sind natürlich gefährlicher als andere, zum Teil hätte man es nicht gedacht… Schon gewusst, dass Bäcker*innen und Florist*innen besonders stark gefährdet sind? Bei den einen ist es der Mehlstaub, der chronische Erkrankungen auslösen kann, bei den anderen kann es durch den intensiven Kontakt mit Pollen, Wasser und Dünger zu Hautreizungen wie Neurodermitis kommen. Es gibt also definitiv Berufe wie auch Gerüstbauer, Dachdecker und Krankenpfleger, die ein erhöhtes BU-Risiko mit sich bringen, aber letztlich kann sich keine Berufsgruppe in Sicherheit wähnen…

Wir selbst sind das größte Risiko

Die Hauptursache für Berufsunfähigkeit liegt nämlich dort, wo niemand sich vor ihr verstecken kann – in uns selbst. Mit mehr als 30% sind psychische Krankheiten der häufigste Auslöser für eine Berufsunfähigkeit. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und betrifft mittlerweile jede dritte Person, die berufsunfähig wird, Frauen noch häufiger als Männer.

Büromensch in Gefahr

Bedingt werden psychische Krankheiten wie beispielsweise Burn-Out häufig durch zu starken anhaltenden Stress. Bekannterweise gibt es den im Büro leider viel zu oft in rauen Mengen. Auch orthopädische Probleme durch die einseitigen Belastungen beim Dauersitzen sind nicht zu unterschätzen. Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates sind nicht ohne Grund die zweithäufigste Ursache (ca. 20%) für eine Berufsunfähigkeit. Büroberufe werden dadurch tatsächlich grundlos unterschätzt, was ihr Risikopotenzial angeht.

BU abschließen – aber richtig

Wer berufsunfähig wird und auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente angewiesen ist, muss in der Regel mit nur ca. ein Drittel des vorherigen Einkommens leben. Selbstständige oder Berufsanfänger gehen unter Umständen sogar ganz leer aus. Umso wichtiger ist der Schutz durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, die einen dann auch ausreichend finanziell auffangen kann. Bei Abschluss der Versicherung sollte diese Summe bei 75 – 80 Prozent des derzeitigen Nettogehalts liegen. Ganz wichtig: Immer die gesamte Krankengeschichte angeben, damit die Versicherung im Fall der Fälle auch eintritt. Mehr Tipps zur Abschluss einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es hier.

Im Übrigen - nicht jeder bekommt eine solche Absicherung. Mit einer gewissen Krankenvorgeschichte wird der Abschluss immer schwieriger. Daher ist es sehr ratsam, möglichst früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, am besten noch vor dem Berufseintritt. Man profitiert dann von günstigen Tarifen und ist auch als Berufsanfänger auf der sicheren Seite. Nicht umsonst bieten wir mit unserer Berufsunfähigkeitsversicherung ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis gerade für Schüler, Studierende und Azubis. Alle Infos dazu hier.

 

 

Bildnachweis

Getty Images: #92542012, Ariel Skelley

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