Versicherungstipps

Endlich Führerschein – das steht für Freiheit

30.09.2020 Endlich Führerschein – das ist für viele junge Menschen gleichbedeutend mit Freiheit und Unabhängigkeit. Doch einfach drauflosfahren? Nun, zunächst gilt es, sich als Fahranfänger mit dem Thema Versicherung zu befassen. Was Führerschein-Neulinge und auch deren Eltern wissen müssen und wie man das erste eigene Auto am cleversten versichert, erfahren Sie hier.

Die Kfz-Versicherung für Fahranfänger bedeutet normalerweise hohe Kosten, denn der Beitrag richtet sich nach dem Schadensrisiko – und dieses ist statistisch betrachtet bei Führerscheinneulingen sehr groß. 

Wer sein erstes eigenes Auto versichern möchte, wird deshalb zunächst sehr hoch eingestuft – das bedeutet: 100 Prozent Beitragssatz. Bis man eine günstigere Stufe erreicht, dauert es meist mehrere Jahre (unfallfrei, wohlgemerkt!). 

Fahranfänger: Was bedeutet das überhaupt? 
Alle, die zum ersten Mal die Erlaubnis zum Fahren eines Pkw Führerschein Klasse B) besitzen, gelten laut Straßenverkehrsgesetz als Fahranfänger. Dies bleibt man für einen Zeitraum von zwei Jahren (Probezeit)
 

Was Sie über Schadenfreiheitsklassen wissen müssen

Alle Fahrer werden in Schadensfreiheitsklassen (SF-Klassen) eingestuft. Fahranfänger starten im Normalfall mit der SF-Klasse 0. Anschließend geht es mit jedem unfallfreien Jahr eine Stufe nach oben – und damit sinken auch die Versicherungsbeiträge. 

Folgende Sonderklassen bilden jedoch Ausnahmen: 

•    Sonderklasse 1/2: Fahranfänger können in diese SF-Klasse kommen, wenn sie bereits Fahrerfahrung haben (zum Beispiel durch das begleitete Fahren ab 17, dazu später mehr). Die Versicherungsprämie ist hier niedriger als in der SF-Klasse 0. 

•    Sonderklassen S und M: Wer in den ersten Versicherungsjahren Schäden verursacht, wird in diese SF-Klassen zurückgestuft und muss die höchsten Beiträge zahlen. 

>> Grundsätzlich gilt für alle Fahrer: Wer einen Unfall verursacht, wird zurückgestuft. Daraus folgt: Je länger Sie unfallfrei fahren, desto günstiger bleibt die Kfz-Versicherung, da Ihr Schadenfreiheitsrabatt steigt. 

Eine SF-Klasse kann auch übertragen werden. Dazu erfahren Sie mehr unter unseren Spar-Tipps. 
 

Kleiner Überblick für Fahranfänger zur Kfz-Versicherung

Auto fährt auf Geldstapel
Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/auto-finanzieren-auto-leasen-4516003/ Bildunterschrift: Fahranfänger aufgepasst: Wer sich clever informiert, spart ordentlich bei der Kfz-Versicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist für Autobesitzer verpflichtend, während Kaskoversicherungen (Teil- und Vollkasko) freiwillig sind. Die Haftpflicht deckt Schäden (an Fahrzeug und Personen) ab, die einem Dritten durch Ihr Auto entstehen. 

Eine Teilkasko-Versicherung umfasst darüber hinaus Kosten für Schäden, die an Ihrem Auto durch äußere Einflüsse entstehen (beispielsweise durch Hagel, Diebstahl, Zusammenstöße mit Haarwild, aber auch Brand und Explosion). 

Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich, wenn Ihr Fahrzeug jünger als fünf Jahre ist oder einen hohen Wert besitzt. Sie deckt selbst verschuldete Schäden am eigenen Auto sowie Schäden nach Unfallflucht oder durch Vandalismus ab. In der Vollkasko- ist die Teilkaskoversicherung selbstverständlich enthalten.

Achtung: Die Schadenfreiheitsklassen und der damit verbundene Schadenfreiheitsrabatt gelten nur für die Kfz-Haftpflicht und die Vollkasko. Die Teilkasko ist davon ausgenommen. 
 

So können Fahranfänger bei der Versicherung sparen

1. Schadenfreiheitsrabatte übertragen 
Junge Fahrer haben die Möglichkeit, die Schadenfreiheitsrabatte eines anderen Familienmitglieds zu übernehmen. Die SF-Klasse ist immer an eine Person und nicht an ein Auto gebunden. Der Versicherungsnehmer, der den Rabatt erhält, kann jedoch nur so viele SF-Klassen übernehmen, wie er seit Erhalt des Führerscheins hätte erreichen können. Die SF-Klasse kann zudem nur einmal übertragen werden. 

2. Fahrzeug mit niedriger Typklasse wählen 
Autohändler empfehlen Fahranfängern immer wieder dieselben Modelle: praktische Kleinwagen. Diese sind statistisch betrachtet entsprechend häufiger in Unfälle verwickelt – was sich wiederum in höheren Typklassen niederschläft und die Autoversicherung für Fahranfänger teurer macht. Merke: 

Höhere Typklasse = höheres Schadensrisiko = höhere Versicherungsprämie. 

>> Es kann sich deshalb lohnen, ein Fahrzeug zu wählen, das nicht in die typische Fahranfänger-Kategorie fällt. 

3. Begleitetes Fahren ab 17 Jahren
Wer bereits mit 17 den Führerschein absolviert, darf bis zur Volljährigkeit nur mit einer Begleitperson im Auto fahren, die mindestens 30 Jahre alt ist und seit mindestens fünf Jahren einen Führerschein besitzt. Die Regelung wurde 2008 eingeführt, um durch mehr Fahrsicherheit die hohe Unfallquote bei Anfängern zu senken, was auch klappt. Die Unfallfreiheit wirkt sich somit auch auf die SF-Klasse aus. Viele Versicherer fördern das begleitete Fahren mit günstigeren Beiträgen.
 

Was bietet die Basler für Fahranfänger?

Schließen Sie Ihr Kind als Fahranfänger in Ihre Versicherung mit ein, verlieren Sie Ihren SF-Rabatt, wenn Ihr Kind mit Ihrem Fahrzeug einen Schaden verursacht. Deshalb haben wir Basler Start als Baustein unserer All-In-Versicherung entwickelt: Hier bleibt Ihre SF-Klasse erhalten! Bis zu zwei Kinder sammeln mit dem Fahrzeug der Eltern Fahrpraxis und bauen dabei gleichzeitig einen eigenen Schadenfreiheitsrabatt auf. Das bedeutet, dass Ihr Kind nach einigen Jahren Fahrpraxis mit dem ersten eigenen Fahrzeug direkt in eine günstigere SF-Klasse fällt. Somit profitieren Eltern und Kinder gleichermaßen! 

Erfahren Sie hier mehr über die Basler Kfz-Versicherungen und Basler Start. Vereinbaren Sie anschließend gleich einen Termin mit Ihrem Berater vor Ort.

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