Versicherungstipps

Die Pferdeversicherung: Essenziell im Leben mit Pferd

28.05.2021 Ein Pferd zu besitzen ist aufregend. Man hat viel Verantwortung, aber erhält auch viel zurück. So gestaltet sich beispielsweise das Training individueller als in einer Reitschule. Man haftet allerdings auch vollumfänglich für Schäden, die das Tier anrichtet. Weshalb eine Pferdeversicherung unerlässlich ist und in welchen Situationen sie greift, erfahren Sie hier. 

Pferdeversicherung – warum und wofür?

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Bildquelle: https://unsplash.com/photos/tYDBC9s1ncU

Für Pferdebesitzer geht nichts ohne Pferdeversicherung. Warum? Weil Sie als Besitzer die volle Verantwortung für das Tier tragen – und somit auch für dessen Handlungen. Die wichtigste Pferdeversicherung ist dabei die Pferdehaftpflicht, denn als Halter haften Sie in vollem Umfang und verschuldensunabhängig für alle Schäden, die das Tier Dritten zufügt (das umfasst Personen-, Sach- und Vermögensschäden). 
 

Der Alltag mit Pferd

Gründe für den Pferdebesitz gibt es viele. Die meisten Pferdehalter haben sich einen Traum erfüllt und das Hobby Reiten professionalisiert. Mit einem eigenen Tier funktioniert das besser: Reiter und Pferd können sich optimal aufeinander einstellen. Zudem kann man jederzeit reiten gehen, was bei einer Reitbeteiligung nicht der Fall ist. 

Man ist jedoch auch in vollem Umfang für die Bereiche Fütterung, Haltung und Training zuständig und muss sich darauf einstellen, dass dies viel Zeit in Anspruch nimmt. Auf der Plus-Seite steht wiederum: Man kann die eigenen Vorstellungen voll und ganz umsetzen. Ein Pferd bereichert den Alltag und ist ein faszinierendes Tier. Aber eben auch ein Fluchttier – erschreckt es sich, läuft es davon oder tritt aus. Da Pferde groß und schwer sind, ist ein daraus resultierender größerer Schaden oder Unfall schnell geschehen – und die Kosten tragen Sie als Pferdehalter. 

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Bildquelle: https://unsplash.com/photos/9h_bJdGqzCk Bildunterschrift: Rundum-Schutz für Pferdehalter: die Pferdeversicherung

Hier einige Beispiele:

  • Besuch mit Folgen: Eine junge Pferdebesitzerin bittet ihre 12 und 13 Jahre alten Besuchskinder, den mobilen Weidezaun umzusetzen, sodass die Pferde auf einen anderen Teil der Weide gelangen. Gesagt, getan. Kurze Zeit später reißen die Pferde jedoch aus und laufen auf die nahe gelegene Bundesstraße. Dort kommt es zu einem schweren Verkehrsunfall. Der betroffene Autofahrer ist seitdem querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Ein Pferd starb bei dem Unfall. Die junge Frau hatte keine Pferdeversicherung, die Kinder konnte man auch nicht haftbar machen. Die finanziellen Folgen können von Kosten für die Behandlung des Unfallopfers bis zu Schadenersatzforderungen reichen.
  • Schäden am Stall oder der Pferdebox: Ihr Pferd beschädigt beim Ausbruch aus seiner Box nicht nur das Tor, sondern auch den Futtertrog und die Tränke. Ihre Pferdeversicherung übernimmt die Kosten aber nur, weil Mietsachschäden in die Police mit aufgenommen wurden. Wenn Sie Ihren Hengst oder Ihre Stute in einer gemieteten Box unterstellen, sollten Sie als Pferdebesitzer Mietsachschäden immer mitversichern. Auch wenn Ihr Pferd oft in fremden Pferdeboxen untergebracht ist oder regelmäßig in gemieteten Pferdeanhängern transportiert wird, ist ein solcher Einschluss in die Versicherung zu empfehlen. Versichert sind dann auch Schäden, die an gemieteten Reitutensilien wie Sätteln, Trensen oder Zügeln entstehen.
  • Hufaustritt: Ein Stall-Mitarbeiter führt Ihr Pferd aus der Box, um diese auszumisten. Dabei tritt das Pferd plötzlich und unerwartet aus. Die Folge: Der Mitarbeiter stürzt unglücklich und bricht sich das Schultereckgelenk sowie das Schlüsselbein. Er fällt vier Monate aus und muss mehrfach operiert werden. Der plötzliche Austritt des Pferdes bedeutet für Sie als Pferdehalter: Sie müssen für das Schmerzensgeld, die Kosten für den Krankenhausaufenthalt sowie den Verdienstausfall aufkommen – es sei denn, Sie haben eine Pferdeversicherung abgeschlossen. 

Was Sie außerdem beachten sollten 

Flurschäden: Solche Schäden entstehen, wenn Pferde über Wiesen und Felder galoppieren und so zum Beispiel die Ernte eines Bauern ruinieren. Gute Versicherungen decken Flurschäden in ihrem Leistungskatalog ab.

Besitzer von Hengsten sollten Deckschäden mit absichern. Besteigt Ihr Pferd eine Stute, müssen Sie eventuell für die medizinische Versorgung von Muttertier und Fohlen aufkommen. 

Besitzen Sie eine Stute, sollten Sie auf den Schutz für Fohlen in den ersten Monaten nach der Geburt achten, bevor die Kleinen selbst versichert werden müssen.

Fazit: Ohne Pferdeversicherung geht gar nichts

Durch unsere Beispiele ist klar geworden: Eine Pferdeversicherung ist zwar gesetzlich nicht verpflichtend, aber absolut zu empfehlen. Lassen Sie sich am besten gleich unverbindlich beraten. Unsere Basler-Berater vor Ort besprechen mit Ihnen gerne das Thema Pferdeversicherung und erstellen Ihnen ein passgenaues Angebot.

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