Fahrradfahren

Fit und sicher bleiben beim Fahrradfahren

Regelmäßig betriebener Sport macht Sie fit und fördert Ihre Ausdauer. Kontinuierliches Training verringert außerdem Ihr Unfallrisiko und dies nicht nur beim Sport, sondern auch im täglichen Leben. Für einige Sportarten ist allerdings die richtige Ausrüstung und deren regelmäßige Wartung wichtig, um Unfälle zu vermeiden.

Das Radfahren zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Ob Jung oder Alt: Wegen der einfachen Erlernbarkeit, des Naturerlebnisses und der positiven Auswirkungen auf die Gesundheit wird das Fahrrad als Sport- und Freizeitgerät, aber auch als Verkehrsmittel immer populärer. Wussten Sie, dass Fahrradfahren besonders gelenkschonend ist? Das Körpergewicht wird quasi "getragen“, die Pedalbewegung ist rund und gleichmäßig und schont somit Knie- und Hüftgelenk. Natürlich gilt es auch hier, einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Fahrradfahren: Fragen und Antworten

  • Wie bleibt man sicher beim Fahrradfahren?

    • Auf ausreichende Beleuchtung achten. Wer bei Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs ist, sollte helle Kleidung mit Reflektoren tragen.
    • Für den Transport von Kindern auf dem Fahrrad gibt es gesetzliche Regelungen, über die Sie sich im Vorfeld erkundigen sollten.
    • Informieren Sie sich auch über alle rechtlichen Regelungen rund ums Radfahren (z. B. Mindestalter, gesetzliche Bestimmungen, Verhalten im Verkehr, technische Ausstattung).
    • Abstand halten! Kollisionen von Radlern mit aufgehenden Autotüren sowie Autofahrern, die nicht genügend Abstand halten, sind keine Seltenheit. Deshalb mindestens 0,7 m zum rechten Fahrbahnrand Abstand halten und Abstandshalter montieren, die dem Autofahrer signalisieren, dass er mindestens 1 m Abstand halten soll.
    • Auch ein Fahrrad muss regelmäßig gepflegt werden.
  • Wie sollte man sein Fahrrad pflegen?

    Untersuchungen zeigen: Mangelhaft gewartete Fahrräder beeinflussen die Verkehrssicherheit und können Unfälle verursachen. Deshalb mindestens jährlich das Fahrrad kontrollieren lassen. Folgende Teile sollen gewartet werden:

    • Rahmen
    • Gabel
    • Räder und Bereifung
    • Lichtanlage
    • Kette und Zahnräder
    • Klingel
    • Bremsbeläge und Bremsseile
    • Speichenstrahler
    • Pedale
    • Lenkungs- und Tretlagerspiel
    • Sitz der Schrauben und Muttern
  • Welche Ausstattung macht ein Fahrrad sicherer?

    • Zwei voneinander unabhängige Bremsen
    • Klingel
    • Vorderlicht mit weißem, konstant leuchtendem oder hellgelbem ruhendem Licht
    • Rotes, konstant leuchtendes Rücklicht
    • Roter Rückstrahler (Reflektor) nach hinten
    • Weißer Rückstrahler (Reflektor) nach vorne
    • Gelbe Pedalrückstrahler oder gleichwertige Einrichtungen
    • Rückstrahlende Reifen oder pro Rad mindestens zwei nach beiden Seiten wirkende gelbe Seitenrückstrahler
       

    Empfohlene Zusatzausstattung für ein Fahrrad:

    • Batteriegespeistes Dauerlicht oder Verwendung von Scheinwerfern und Rücklichtern, die bei stillstehendem Fahrrad etwa 2 Minuten nachleuchten
    • Seitenabstandskelle, um überholende Autofahrer zu größerem Seitenabstand zu veranlassen
    • Geschlossener Kettenschutz
  • Was ist beim Fahrradhelm zu beachten?

    • Bei jeder Fahrt den Helm tragen, gleich ob mit normalem Fahrrad, Rennrad, BMX-Rad oder Mountainbike. Ein Helm schützt vor schweren Kopfverletzungen, egal ob im Straßenverkehr oder im freien Gelände. Übrigens: Auch Profisportler tragen Helme, wie in der Formel 1, beim Bobfahren, bei der Tour de France oder beim Ski-Abfahrtslauf.
    • Den Helm unbedingt vor dem Kauf anprobieren.
    • Der Helm darf weder rutschen noch bei kräftigem Kopfschütteln wackeln. Nur ein Helm, der passt, wird auch gerne aufgesetzt. Keine Mützen unter dem Helm tragen.
    • Um den Straßenlärm hören zu können, müssen die Ohren frei bleiben.
    • Helm mit anerkanntem Prüfzeichen wählen (CE-Zeichen, ANSI, SNELL, TÜV, GS).
    • Während der Fahrt muss der Verschluss des Helms immer geschlossen sein, denn sonst fliegt der Helm bei einem Unfall vom Kopf und bietet keinen Schutz mehr.
    • Beschädigte Helme nicht mehr verwenden: Die Schutzfunktion ist nicht mehr gewährleistet.
  • Wie findet man den besten Fahrradhelm für Kinder?

    • Keinesfalls einen Kinderhelm zum "Hineinwachsen" kaufen.
    • Kinder lassen sich eher von der Notwendigkeit eines Helms überzeugen, wenn die Erwachsenen sich als Vorbild zeigen.
    • Der Helm muss gefallen. Lassen Sie Ihr Kind beim Kauf des Wunschhelms mitentscheiden, nur so wird es ihn auch gern tragen.
    • Der Helm soll leicht sein, bequem sitzen und sich ohne Schwierigkeiten verstellen lassen. Ihr Kind muss mit den Einstellmöglichkeiten und dem Verschluss gut zurechtkommen: Lassen Sie es das Öffnen und Schließen des Riemens mehrmals ausprobieren.
    • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind den Helm nur beim Radfahren trägt. Er bietet keinen Schutz z. B. auf Kinderspielplätzen – Achtung, Strangulierungsgefahr!