Grillen

Für eine sichere Grillparty

Grillen ist nicht nur für das Fleisch eine heiße Angelegenheit – der gesamte Grill erreicht brenzlige Temperaturen. Wer die folgenden Ratschläge beachtet, sorgt dafür, dass die Grillparty nicht in einem flammenden Inferno endet.

Grillen: Sicherheit im Detail

  • Tipps fürs Grillen

    • Wichtig ist ein gerader, rutschfester und vor Umsturzgefahr gesicherter Standplatz im Freien. Nicht in geschlossenen Räumen oder unter Sonnenschirmen grillen. Während des Betriebs darf der Grill nicht verschoben werden
    • Achtung: Nicht nur die Grillfläche ist heiß, der gesamte Grill erreicht hohe Temperaturen.
    • Servietten, Pappteller und Plastikbecher auf einen Tisch legen, der in sicherer Distanz zum Feuer steht. Auch leicht entzündbare Materialien wie Öl, trockenes Gras, Bäume oder Holzstöße sind keine ideale Barbecue-Umgebung.
    • Beachten Sie die Windrichtung wegen Funkenflug und Rauchentwicklung.
    • Verwenden Sie Grillbesteck: Fettspritzer sind schmerzhaft. Zum Umdrehen des Fleisches daher praktisches Zubehör wie Zangen oder Spieße sowie Grillhandschuhe und -schürze benutzen – so ist das Freizeitvergnügen sicherer.
    • Egal ob Holzkohlen-, Gas- oder Elektrogrill: Ein Kübel Wasser oder ein Feuerlöscher sollte stets griffbereit in der Nähe stehen. Und Kinder, auf die Feuer eine große Faszination ausübt, müssen in der Nähe des Grills immer im Auge behalten werden.
       

    Kinder

    • Niemals ein Grillfeuer von einem Kind entzünden lassen!
    • Wenn Kinder im Haushalt leben oder zu Besuch sind, lassen Sie den Grill niemals unbeaufsichtigt.
    • Kinder auf jeden Fall vom Grill fernhalten: Durch plötzliche Winde oder Fett können hohe Flammen entstehen.
  • Holzkohlegrill

    Die besten Anzündhilfen für einen Holzkohlegrill sind an der Kennzeichnung DIN 66358 oder Ö-Norm EN 1860 erkennbar, wobei feste Anzündhilfen am sichersten sind.
    Verwenden Sie keine Anzünder für Ölöfen, sie entwickeln giftige Dämpfe. Spiritus und Benzin dürfen auf keinen Fall verwendet werden: Auf den glühenden Kohlen verdampft die Flüssigkeit zum hochexplosiven Dampf-Luft-Gemisch, das sich rasend schnell ausbreitet, bevor es sich entzündet. Personen im Umkreis von mehreren Metern könnten dabei zu Schaden kommen.
    Holzkohle verleiht dem Fleisch den typischen Grillgeschmack. Erst wenn sich auf der Holzkohle eine weiße Ascheschicht gebildet hat, hat sie die richtige Temperatur und Würste & Co. können aufgelegt werden. Aluschalen verhindern, dass Fett auf die heißen Kohlen tropft, sich entzündet und krebserregende Dämpfe erzeugt.

    Der richtige Zeitpunkt für das Auflegen des Grillguts ist entscheidend: Solange die Grillkohle durchbrennt, werden Gase frei, die nicht an das Grillgut gelangen sollten. Wenn es qualmt, ist die Glut noch zu heiß und Fett kann sich entzünden; dabei können Fettbrände entstehen. Während des Grillens keine Kohle nachfüllen, da dies zu Funkenflug führen kann. Deshalb gleich zu Beginn die benötigte Menge Kohle auflegen. Nach dem Grillen die restliche Holzkohlenasche ausglühen lassen und vor dem Entsorgen am besten noch einmal mit Wasser ablöschen. Das Ausglühen der Kohle kann mehrere Stunden dauern.

  • Gasgrill

    Gasgrills werden meistens mit Flüssiggas betrieben. Am gefährlichsten ist dabei der Kartuschenwechsel:
    Häufig tritt aus undichten Anschlüssen Gas aus, das sich an Zündquellen in der Umgebung, wie z. B. heißen Oberflächen und Kerzen, entflammen kann. Nach dem Grillen muss auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die Gaszufuhr auch wirklich unterbrochen ist, indem nicht nur der Schalter des Grills auf "aus“ gestellt, sondern auch das Flaschenventil geschlossen wurde.

  • Lagerfeuer

    Stockbrot und Funkenflug: Lagerfeuer wecken wild-romantische Gefühle und begeistern vor allem Stadtkinder, die wenig Kontakt zur freien Natur haben. Für das Entzünden gelten die folgenden Sicherheitshinweise.
     

    Tipps fürs Lagerfeuer

    • Kinder nicht alleine zu einem Lagerfeuer losziehen lassen. Das Feuer muss immer unter der Aufsicht eines Erwachsenen stehen. Schnell kann aus einem harmlosen Feuerchen ein Waldbrand werden.
    • Die Bekleidung aller Beteiligten sollte eng anliegend sein: Weite Ärmel oder lange Röcke können schnell Feuer fangen. Lange Haare zusammenbinden.
    • Für das Lagerfeuer am besten eine Mulde ausheben oder das Feuer mit großen Steinen umranden, um zu verhindern, dass die Flammen auf brennbare Materialien in der nahen Umgebung übergreifen.
    • Lagerfeuer auf einem nicht brennbaren Untergrund machen, z. B. Erde, Stein.
    • Entzünden Sie niemals ein Feuer, ohne entsprechende Löschmittel griffbereit zu haben: ausreichend Wasser, Feuerlöscher, Gartenschlauch …
    • Im Wald oder auf der Wiese nie Feuer anzünden, sondern nur auf dafür vorgesehenen Plätzen.
    • Vorsicht bei Wind – Funkenflug!
       

    Falls doch einmal etwas passiert, folgende Handlungsreihenfolge beachten:

    1. ALARMIEREN: 
      Notrufnummer wählen und Hilfe anfordern
      Deutschland: Feuerwehr 112
      Euro-Notruf: 112
       
    2. RETTEN: 
      Verletzte Personen aus dem Gefahrenbereich bergen.
       
    3. LÖSCHEN: 
      mit Feuerlöscher, Wasserkübel oder Gartenschlauch.