Umzug

Mit diesen Tipps wird der Wohnungswechsel stressfrei und sicher

Sie ziehen in Ihr erstes gemeinsames Zuhause oder gar die eigenen vier Wände? Sie verkleinern sich oder ziehen berufsbedingt in eine andere Stadt? Gut geplant ist beim Umzug halb gewonnen. So vermeiden Sie typische Umzugspannen wie Bruch in der Kiste, Stress mit Anwohnern oder das Fiasko mit dem XXL-Sofa, das nicht durch die neue Haustür passt!

Umzug: Sicherheitstipps

  • Fangen Sie mit der Planung rechtzeitig an!

    Nutzen Sie die wertvollen drei Monate nach der Mietvertragskündigung: Kümmern Sie sich um die Ummeldung von Telefon, DSL und Kabelfernsehen. Vergleichen Sie Strom- und Gastarife und lassen Sie sich ruhig ein neues Angebot schicken. Beachten Sie dabei Vertragsfristen und Sonderkündigungsrechte. Beim öffentlichen Stromversorger reicht die Abmeldung am Auszugstag!

  • Informieren Sie Arbeitgeber, Schulen und Behörden

    Beantragen Sie beim Arbeitgeber Ihren Umzugstag und nehmen Sie sich wenn möglich zusätzlich frei. Familien sollten den Umzug in die Ferienpause legen und sich unverzüglich um die An- und Abmeldung von Schule und Kindergarten kümmern. Die Kindergeldstelle, das BAföG-Amt, die Rentenversicherung und andere behördliche Ansprechpartner wollen informiert werden. Nutzen Sie den Online-Ummeldeservice der Deutschen Post und checken Sie, mit wem Sie außerdem im Dialog stehen. Vergessen Sie nicht, Verwandte und Bekannte zu informieren!

  • Checken Sie den neuen Wohnort

    Erkunden Sie Ihre neue Umgebung: Gibt es eine Pendelverbindung zum Bahnhof, fahren Schulbusse? Wo ist die Gemeindeverwaltung? Binnen einer Woche nach dem Umzug müssen Sie sich hier angemeldet haben. Wo ist das Straßenverkehrsamt? Zum Kraftfahrzeug ummelden haben Sie bis zu vier Wochen Zeit. Checken Sie Ihr neues Zuhause: Wo sind die Waschmaschinen-Anschlüsse, wo der Fahrradraum? Melden Sie den Strom an, damit Sie Lampen und Gardinenstangen anbringen können. Messen Sie Türen und Fenster aus, damit Ihre Möbel durchpassen! Richten Sie sich mithilfe einer Miniskizze planerisch so ein, dass Sie genau wissen, welches Möbelstück wo stehen soll.

  • Neue Möbel rechtzeitig bestellen!

    Müssen Sie Einbauschränke oder die Küche zurücklassen? Dann bestellen Sie rechtzeitig Ihre Neuausstattung! Küchenbauer rechnen mit mehrwöchigen Lieferzeiten, ebenso Möbelhäuser. Prüfen Sie, ob zuvor noch renoviert oder gar saniert werden muss. Dies sollten Sie jetzt lieber Profi-Firmen überlassen. Vergleichen Sie Kostenangebote, terminieren Sie die Arbeiten. Planen sie freie Tage ein, an denen Sie vor Ort sind! Handeln Sie Möbelrabatte aus, denn der Umzug ist teuer genug!

  • Finden Sie den passenden Umzugspartner

    Speditionen erledigen Ihren Umzug professionell und risikolos. Der Profi-Umzug muss nicht teurer sein als der private: Ihr Umzugsgut ist versichert, der Spediteur liefert eine genaue Kalkulation. Auch ein Möbellift mag Kosten verursachen, vereinfacht aber den Umzug sperriger Güter. Stellen Sie, etwa über myhammer.de, Online-Preisvergleiche an. Kontaktieren Sie auch die Möbelspedition am Wohnort. Sie kommt gratis besichtigen und macht Ihnen vielleicht sogar das günstigste Angebot!

  • Sprechen Sie den Umzugsvertrag genau durch

    Die Nutzung gebrauchter Umzugskartons kann die Kosten senken. Lampen, Bilder, Pflanzen und Elektrokleingeräte können mühelos mit dem privaten Pkw „umgezogen“ werden, dies senkt die Kosten. Halten Sie alles in einem bindenden Kostenvoranschlag fest. Die Rechnungssumme darf dann nicht höher als 20 Prozent davon abweichen. Sollten Sie zum Umzugstermin „vorgearbeitet“ haben, darf Ihnen der Fuhrunternehmer nicht den vereinbarten Preis, sondern nur seine erbrachte Leistung berechnen. Ein vereinbarter Festpreis ist dagegen bindend. Umzugsschäden sind übrigens bis 620 Euro pro Kubikmeter versichert. Sie müssen sofort gemeldet werden, „versteckte Schäden“ binnen 14 Tagen.

  • Die "Helferlein" und ihre Betreuung

    Beim privaten Umzug gilt: Organisation ist alles. Stellen Sie Ihr Umzugsteam rechtzeitig zusammen, besprechen Sie den Ablauf und delegieren Sie Aufgaben. Wer holt den Umzugswagen ab und fährt ihn? Wer ist „leitet“ die Möbelmontage? Umzugsrechner im Internet helfen bei der Material- und Kostenkalkulation. Mieten Sie Decken und Gurte zur Transportsicherung mit, schließen Sie eine Transportversicherung ab. Beantragen Sie falls nötig Halteverbotsschilder bei den Gemeinden. Ihre Helfer sollten unfallversichert sein. Von der Haftung für Bagatellschäden sind sie gesetzlich freigestellt. Sie dürfen Ihr Helferteam bewirten und ein Wegegeld zahlen, aber kein „Handgeld“, dies ist Schwarzarbeit!

  • Umgezogen ist noch lange nicht abgebrannt!

    Tragen Arbeitgeber oder Agentur für Arbeit die Umzugskosten? Falls nicht, lohnt ein Blick ins Bundesumzugskostengesetz. Sie können zahlreiche Ausgaben wie Doppelmiete, Renovierungs- und Reisekosten steuerlich absetzen, auch die Umzugskosten selbst. Voraussetzung ist, dass ein Stellenwechsel der Umzugsgrund ist, die Arbeitsaufnahme dadurch erleichtert wird oder Sie aus dem Ausland zurückkehren. Wer krankheits- oder behinderungsbedingt umzieht, kann Zuschüsse bei der Pflegekasse und beim Integrationsamt beantragen und außergewöhnliche Belastungen geltend machen.

  • Packen Sie' s mit System!

    Fangen Sie frühzeitig an zu packen! Für die ersten Tage im neuen Heim stellen Sie ein „Reiseset“ im Koffer zusammen. Halten Sie separat Akten und Dokumente griffbereit. Packen Sie die Kisten nur zur Hälfte voll, mischen Sie schwere mit leichter Fracht! Zerbrechliches wird in Papier gepackt und speziell markiert. Beschriften Sie die Kisten mit dem Raum, in den Sie kommen sollen. Falls möglich, beziehen Sie im neuen Zuhause ruhig schon die Betten, bestücken Sie Teeküche und Kühlschrank!

  • Die ganze Familie hilft mit

    Kinder fühlen sich vom Umzug häufig überrollt, so kann der Familienfrieden platzen! Weihen Sie die Kids ein und lassen Sie sie mithelfen. So kann ihr Kind das Erlebte besser "verdauen". Organisieren Sie eine Abschieds- und Einweihungsparty, planen Sie Besuche. Eine Checkliste am Schwarzen Brett erleichtert die Übersicht. Belohnen Sie sich selbst in der „heißen“ Umzugsphase regelmäßig, etwa mit einem Zoobesuch!

  • Der Sperrmüll muss weg!

    Trennen Sie sich von altem Gerümpel: Rufen Sie den Entsorger an und bestellen Sie einen Sperrmüll-Termin. Kostengünstiger ist es, einen Wertstoffhof anzufahren. Möbelstücke, die für andere noch brauchbar sind, können Sie bei eBay inserieren oder vom Sozialkaufhaus abholen lassen. Für einen Flohmarkt-Stand ist jetzt leider keine Zeit. Holen Sie falls viel anfällt lieber den Entrümpelungs-Profi!

  • Der Tag X ist gekommen!

    Es ist so weit: Die Umzugscrew rückt an. Sie haben Ihre Wertsachen ins Auto gepackt, Nachbarn und Hausmeister informiert und halten nun den Weg frei. Bei Fernumzügen betreut ein Partner die alte, einer die neue Wohnung. Achten Sie auf Beschädigungen an Möbeln in Wohnungen und Treppenhäusern. Sofern Sie selbst Möbel abmontieren, sammeln sie die Schrauben in beschrifteten Tütchen, damit sie später zugeordnet werden können. Lesen Sie den Gas- und Stromzählerstand ab und geben ihn durch, notieren Sie den Wasserzählerstand. Bleiben Sie dabei cool: Bald ist es geschafft.

  • Ein letzter Tipp - checken Sie rechtzeitig Ihre Finanzen!

    Ein Umzug kostet Geld. Selbst wenn Freunde und Verwandte mit anpacken, bleiben dennoch unvermeidbare Kosten übrig. In begehrten Wohnlagen geht heutzutage nichts mehr ohne Makler. Auch wenn dieser vom Vermieter beauftragt wird, zahlt die Zeche meist immer noch der Mieter. Bis zu zwei Nettokaltmieten kann die Courtage betragen. Denken Sie auch an die Mietkaution. In den wenigsten Fällen erhält man seine Kaution vom alten Vermieter so rechtzeitig zurück, dass man sie dem neuen Vermieter weiterreichen kann. Häufig müssen Mieter die Kautionszahlung aus eigener Tasche vorfinanzieren. Für die Hinterlegung der Mietkaution gibt es auch bargeldlose Alternativen, wie z.B. eine Mietkautionsversicherung.