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Smart kommt in Fahrt – Google Home, Alexa und die Sicherheit und Cyberrisiken im Smarthome

"Nun sag, wie hast du’s mit der Sicherheit?", lautet die moderne Gretchenfrage zu Cyberrisiken im Smarthome. Nur dass sie nicht Faust gestellt wird, sondern Alexa, Siri oder Cortana. Wir haben uns für Sie mit dem Thema Sicherheit im modernen Smarthome auseinandergesetzt.

Je mehr das Zuhause mit dem Internet vernetzt wird, desto mehr steigt auch das Risiko eines Cyberangriffs.

Während tagsüber niemand zu Hause ist, bestellt der Kühlschrank im Supermarkt frische Lebensmittel. Bei der abendlichen Heimkehr schaltet sich der Fernseher automatisch ein und streamt die neuesten Folgen der Lieblingsserie; kurz davor hat die Heizung die Wohnung schon auf angenehme Temperaturen gebracht. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern mittlerweile Realität und nennt sich Smarthome. Der Einzug von vernetzten Haushaltsgeräten und Smart Speakern wie Google Home birgt jedoch auch Risiken für die Sicherheit. Über eben jene Cyberrisiken im Smarthome sprechen die Hersteller solcher Geräte nur ungerne.

Cyberrisiken im Smarthome werden oftmals unterschätzt

Laut einer aktuellen Studie von eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. und der Beratungsgesellschaft Arthur D. Little wird sich der Smarthome-Markt in Deutschland bis 2022 auf 4,3 Milliarden Euro verdreifachen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies eine durchaus optimistische Prognose. Doch mit dem Einzug der Smart-Geräte – ob nun Assistenten wie Amazon Echo und Google Home, Haushaltsgeräte mit integriertem WLAN oder Fernseher mit eingebauter Webcam – steigt auch das Risiko von Cyberangriffen durch Hacker. Dem von der Industrie prophezeiten Siegeszug der Smarten Assistenten wird dies vermutlich dennoch nicht im Weg stehen.

Vormarsch der Smart Speaker – wie halten es Google Home und Co. mit der Sicherheit?

Für die Nutzer bieten sprachgesteuerte Assistenten dafür immerhin viele Vorteile. So können beispielsweiese verschiedene Funktionen und Geräte im Haushalt zentral über eine Steuerung aktiviert werden. Doch damit diese Geräte funktionieren, müssen sie quasi immer "mithören" und permanent Daten an Hersteller und Drittanbieter übertragen. Ab Mai 2018 gilt zwar die EU-Datenschutzgrundverordnung, die die weitergabe personenbezogener Daten regulieren regeln soll. Weil solche Sicherheitsbestimmungen zugleich auch eine Einschränkung der User Experience sowie des Zugriffs auf Nutzerdaten impliziert und den Smarthome-Markt in seinem Wachstum potenziell ausbremst, zögern die Hersteller bei der Eigeninitiative zur Umsetzung.

Das ganze Haus vernetzt, zu jeder Zeit

Auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat sich Gedanken über Cyberrisiken im Smarthome gemacht. Von Herstellern von Smart Speakern wie Google Home fordert der GDV, mehr für die Sicherheit der Verbraucher zu tun. Zu diesem Zweck wurde im vergangenen Jahr ein Anforderungskatalog erstellt, der folgende Punkte umfasst:

  • Automatisierung der Sicherheits-Updates
  • Gewährleistung des Hersteller-Supports auch nach dem Kauf
  • eine für Verbraucher klar erkennbare Kennzeichnung des Supportzeitraums auf den Geräten
  • eine Verpflichtung der Hersteller, Verbraucher unverzüglich und umfassend über Sicherheitslücken zu informieren sowie sofort Maßnahmen zu deren Beseitigung zu ergreifen
  • die Möglichkeit zur einfachen Deaktivierung von Netzwerkfunktionen
  • eine Verpflichtung der Hersteller, die geltenden Datenschutzbestimmungen zu beachten, ggf. in einem eigenen Verhaltenskodex, sowie Aufklärung darüber, wohin und für welchen Zweck Daten übermittelt, wie lange und wo sie gespeichert werden
  • eine Kennzeichnung der Geräte mit einer neutralen Zertifizierung oder einem Produktsiegel, die auf vorher festgelegte und normierte technische Mindeststandards für die Cybersicherheit hinweisen.

Von diesen Forderungen erhofft sich der GDV ein größeres Engagement seitens der Herstellern, um mehr zum Schutz und zur Sicherheit der Verbraucher beizutragen. Dazu sind vor allem einheitliche Sicherheitsstandards notwendig.

Sich vor Cyberrisiken absichern – Smarthome ist in der Hausratversicherung zum Teil inkludiert

Besonders aus Sicht der Versicherungsgesellschaften ist das Thema "Cyberrisiken im Smarthome" also hochaktuell. Genauso wie sich die Technik immer weiterentwickelt, verbessert auch die Basler Versicherungen stets ihre Produkte, um mit dem Fortschritt mitzuhalten. So beinhaltet die Hausratversicherung mittlerweile auch eine sogenannte Cyber-Klausel. Diese schützt vor wirtschaftlichen Folgen, wenn jemand unberechtigt auf die Konten, Karten zugreifen oder Sie bei einer Online-Bestellung betrogen wurden. Eine Übersicht der Leistungen finden Sie hier.