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Optimale Absicherung für Familien – diese Versicherungen empfehlen Experten

Für die allermeisten Risiken gibt es heute eine eigene Versicherung. Auf der einen Seite ist das gut, auf der anderen ist man bei der Auswahl als Laie oftmals überfordert.

Welche Versicherungen also sind Pflicht und welche Kür? Die Experten der Basler erklären, auf welche Versicherungen Sie als Familie keinesfalls verzichten sollten und aus welchem Grund.

Familienversicherungen

Mit der Geburt eines Kindes ändert sich die Lebenssituation grundlegend. Zur Verantwortung für sich selbst kommt die gegenüber dem Nachwuchs, dem man nicht nur einen guten Start ins Leben, sondern auch eine unbeschwerte Kindheit und – später – eine gute Ausbildung ermöglichen möchte.

Doch was, wenn ein Ereignis eintritt, durch das man selbst nicht mehr in der Lage ist, dies zu gewährleisten – sei es durch Krankheit oder den Verlust der Haupt-Einkommensquelle? Mit der Auswahl der passenden Familienversicherungen sorgen Sie vor. Welche aber sind die Wichtigsten?

Absicherung gegen existenzielle Risiken hat Priorität

Um die eigene Familie vor allem vor finanziellem Unheil zu bewahren, sind diese Versicherungen unverzichtbar:

Sie decken Gefahren ab, deren Folgen bei Eintritt ansonsten schnell den wirtschaftlichen Ruin bedeuten:

  • Schadenersatzforderungen
  • Krankheit
  • Tod

Privathaftpflichtversicherung für Familien

Wer jemandem einen Schaden zufügt, muss dafür auch aufkommen – und das in voller Höhe. So steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch.

Beim sorglosen Spielen und Toben passiert dies schneller als erwartet. Die vom Nachwuchs versehentlich mit dem Fußball getroffene Fensterscheibe ist das klassische Beispiel. Die Scheibe ist kaputt und die Eltern müssen für den Schaden aufkommen.

Noch teurer wird es allerdings, wenn der nagelneue Sportwagen des Nachbarn beim Spielen auf dem Gehweg einen dicken Kratzer abbekommt, Ihr Kind beim Spielen versehentlich ein anderes verletzt oder vielleicht sogar ohne böse Absicht ein Feuer legt.

Die Privathaftpflicht deckt hierbei berechtigte Schadenersatzansprüche ab, die einem Dritten zugefügt wurden.

Berufsunfähigkeitsversicherung gleicht Einkommensverlust aus

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen und verschiedenste Gründe haben. Für Familien, deren Einkommen maßgeblich von einem Hauptverdiener abhängt ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung daher essentiell.

Die Versicherung gleicht den Verdienstausfall des Versicherungsnehmers durch eine monatliche Rente aus, die bis zum regulären Renteneintritt vereinbart werden kann. Als Faustformel sollte diese Summe bei 75 - 80 Prozent des letzten Nettogehalts liegen.

  Tipps:

  • Bei Abschluss unbedingt Ihre gesamte Krankengeschichte angeben, damit die Zahlung im Ernstfall auch gewährleistet ist.
  • Dynamische Tarifanpassungen sorgen für höhere Rentenansprüche und passen sich der Inflationsentwicklung an. Weitere Gesundheitsprüfungen sind hier nicht üblich.
  • Über eine sogenannte Nachversicherungsgarantie können Sie die Auszahlungssumme bei Geburt eines zweiten Kindes oder Beförderung nach Bedarf anheben.

 

Risikolebensversicherung – Absicherung für Hinterbliebene

Stirbt der Versicherungsnehmer, zahlt die Risikolebensversicherung eine festgelegte Summe an die Angehörigen aus. Dies kompensiert den Wegfall des Hauptverdieners und schützt vor Vermögensverlust (Darlehen/Immobilien).

Die einkommensteuerfreie Todesfallsumme hilft, dass die Hinterbliebenen nicht Haus und Hof verlieren oder sich verschulden müssen, sondern ihre Lebenshaltungskosten weiter bezahlen und den Kindern die Ausbildung finanzieren können.

  Tipps:

  • Eine Risikolebensversicherung ist nicht nur etwas für ältere Semester. Im Gegenteil: Je jünger Sie bei Abschluss sind, desto geringer fällt Ihr monatlicher Beitrag aus.  
  • Kalkulieren Sie, wie viel Geld Ihre Familie ca. benötigt, um ihren Lebensunterhalt 15 oder 20 Jahre ohne Ihren Verdienst bestreiten zu können – so hoch sollte die Auszahlungssumme mindestens sein. Experten raten zu 400.000 bis 500.000 Euro zuzüglich der Summe für mögliche, offene Kredite, beispielsweise fürs Eigenheim.

 

Kinderinvaliditätsversicherung

Mit der Haftpflicht-, Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung haben Sie die existenziellen Risiken abgesichert. Lohnenswert sein kann darüber hinaus eine Kinderinvaliditätsversicherung.

Sollte Ihrem Nachwuchs etwas zustoßen oder Ihr Kind schwer erkranken und dadurch einen Grad der Behinderung von 50 erhalten, wird die vereinbarte monatliche Unfall-Rente gezahlt. Wenn nötig ein Leben lang – finanzielle Einbußen durch hohe Zusatzkosten können damit ausgeglichen werden.