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Frohes neues Jahr oder Pleiten, Pech und Pannen?

Böller, Feuerwerkskörper, Alkohol und ausgelassene Partystimmung gehören zu Silvester dazu. Doch „Prost Neujahr“, wenn der Sektkorken aus Versehen im Auge des Tischnachbarn landet oder plötzlich ein verirrte Rakete quer durchs Wohnzimmer schießt. Wir zeigen Ihnen, welche Versicherungen dafür sorgen, dass eine solche Silvesternacht nicht auch in finanzieller Hinsicht ins Auge geht.

Das ganze Ausmaß einer Silvesternacht zeigt sich meist erst am Tag danach: Brandflecken vom Tischfeuerwerk, zerbrochenes Geschirr oder ein fetter Rotweinfleck auf dem Teppich sind dabei noch die kleineren Malheurs. Zum Ärger mancher Hausbesitzer verirrt sich jedoch auch schon mal die eine oder andere Rakete auf Dach oder Fassade. Und wer nicht vorsichtig ist und spätestens Punkt Mitternacht alle Türen und Fenster schließt, dem kann ein verirrter Feuerwerkskörper schlimmstenfalls sogar plötzlich im Wohnzimmer um die Ohren fliegen. Damit ist der Abend dahin. Und wer kommt für den Schaden auf?

Verirrter Feuerwerkskörper auf dem Dach

Brände durch Feuerwerk rangieren in der Hitliste der Silvesterschäden ganz oben. Fliegt ein Feuerwerkskörper in Ihr Gartenhaus oder hinterlässt einen hässlichen Rußfleck auf der tadellosen Fassadenwand, kommt dafür Ihre Wohngebäudeversicherung auf. Praktischerweise auch dann, wenn sich der Feuerwerksschütze nicht feststellen lässt. An diese Versicherung können Sie sich übrigens auch wenden, sollte Ihr Briefkasten Opfer eines Böllerangriffs geworden sein.

Wohnungsbrand durch „Funkenzauber“

Tischfeuerwerke können nicht nur Flecken auf dem Tisch hinterlassen, sondern mit ihren Funken im schlimmsten Fall auch die Tischdecke in Brand setzen. Bei solcherart Wohnungsbränden tritt die Hausratsversicherung auf den Plan, ob durch Tischfeuerwerk oder die durchs Wohnzimmerfenster hereingeflogene Silvesterrakete. Sie trägt selbst die Folgekosten wie Feuerwehreinsatz und Schäden durch Löschwasser.

Verletzte am Silvesterabend

Brennt Ihr Nachwuchs der Nachbarin mit der Wunderkerze versehentlich Löcher in den kostbaren Pelzmantel oder verschütten Sie Rotwein auf dem edlen Designerteppich der Kollegin, kommt dafür Ihre private Haftpflichtversicherung auf. Sie springt auch bei Personenschäden ein. Zum Beispiel, wenn sich einer Ihrer Partygäste an einem zerbrochenen Glas verletzt, von einem Feuerwerkskörper getroffen wird oder der Sektkorken versehentlich im Auge statt auf dem Tisch landet. Voraussetzung ist natürlich, dass die Schäden nicht absichtlich herbeigeführt wurden. Haftbar ist zudem natürlich nicht immer der Gastgeber, nur weil der Schaden bei ihm zu Hause entstanden ist, sondern immer der Verursacher. Hantiert einer Ihrer Partygäste also leichtfertig mit einem Feuerwerkskörper und verletzt dabei einen anderen, ist er dafür verantwortlich und haftet entsprechend.

Kinderstreiche

Ab einem Alter von sieben Jahren haften Kinder in der Regel selbst für die Folgen ihres Tuns. Bei jüngeren Kindern stehen die Eltern in der Pflicht – vorausgesetzt, sie haben ihre Aufsichtspflicht nachweislich verletzt.
Ist kein Vorsatz im Spiel, kommt die Privathaftpflicht für entstandene Schäden auf. Jagt Ihr Kind jedoch in voller Absicht mit einem Böller die Mülltonne des Nachbarn in die Luft, ist dies klarer Vorsatz und kein Fall für die Versicherung. „Silvesterscherz“ hin oder her.

Böse Überraschung am Wagen

Übersteht das Auto die Silvesternacht nicht ganz unbeschadet, leistet die Teilkaskoversicherung Schadenersatz. Sie kommt für Schäden durch Brand oder Explosion und an Scheiben auf. Kleinere Schäden wie leichte Dellen in der Karosserie oder Flecken im Lack werden von der Privathaftpflicht des Verursachers abgedeckt. Ist dieser nicht ausfindig zu machen, tritt die Vollkaskoversicherung ein. Das gilt ebenso bei Vandalismus.

Parken Sie an Silvester also am besten in einer ruhigeren Seitenstraße – oder noch besser, einer Garage.